Individuelle Schreibmerkmale schaffen mehr Sicherheit im digitalen Signaturprozess
Dieser Beitrag informiert Sie über die Merkmale einer biometrischen Unterschrift, die rechtliche Einordnung und die technische Umsetzung.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Eine biometrische Unterschrift erfasst neben dem Schriftbild auch individuelle Schreibmerkmale wie Geschwindigkeit, Schreibrichtung, Druck und Schreibpausen.
- Eine biometrische Unterschrift kann als fortgeschrittene elektronische Signatur eingesetzt werden, wenn die Anforderungen der eIDAS-Verordnung erfüllt sind.
- Biometrische Daten können nach der DSGVO zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten gehören und unterliegen dann erhöhten Datenschutzanforderungen.
- Biometrische Daten sind besonders schützenswerte Daten, die verschlüsselt im Dokument eingebettet werden sollten.
Was ist eine biometrische Unterschrift?
Welche biometrischen Merkmale werden erfasst?
- Schreibgeschwindigkeit
- Schreibrichtung
- Schreibpausen
- Schreibdauer
- Position der einzelnen Bewegungen
- Druck auf das Eingabegerät
Vorteile der biometrischen Unterschrift für Unternehmen
- Hohe Akzeptanz: Mitarbeitende, Kunden und Geschäftspartner unterschreiben handschriftlich auf einem beliebigen Tablet, Smartphone oder Signaturpad.
- Durchgängige Digitalisierung: Dokumente können ohne Medienbruch digital unterschrieben, weiterverarbeitet und archiviert werden.
- Erhöhte Beweiskraft: Die zusätzlich erfassten biometrischen Merkmale können im Streitfall zur Prüfung der Urheberschaft herangezogen werden.
- Schnellere Prozesse: Verträge, Lieferscheine, Übergabeprotokolle oder Personalunterlagen lassen sich unmittelbar vor Ort oder mobil unterzeichnen.
- Geringere Kosten: Papier, Druck, Versand und physische Archivierung entfallen weitgehend.
- Echtes Unterschriftenfeeling: Die Signatur sieht aus und fühlt sich an wie eine klassische Unterschrift auf Papier. Das schafft Vertrauen bei Vertragspartnern, die digital unerfahren sind.
Biometrische Unterschrift und DSGVO
- Die Verarbeitung benötigt eine geeignete Rechtsgrundlage.
- Die Daten dürfen ausschließlich für den vorgesehenen Zweck verwendet werden.
- Die biometrischen Informationen müssen wirksam vor unbefugtem Zugriff geschützt werden.
- Betroffene Personen müssen transparent über die Verarbeitung informiert werden.
Beweisbarkeit der Unterschrift
Wie funktioniert die biometrische Unterschrift mit inSign?
Fazit: Rechtssicher und nachvollziehbar
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur biometrischen Unterschrift
Eine einfache elektronische Signatur speichert in der Regel nur das optische Bild der Unterschrift. Eine biometrische Unterschrift erfasst zusätzlich dynamische Schreibmerkmale wie Geschwindigkeit, Richtung und Pausen, wodurch die Beweiskraft deutlich erhöht wird.
Die Verarbeitung biometrischer Daten bei der Unterschrift ist möglich, wenn die Vorgaben aus Artikel 9 DSGVO eingehalten werden. Dazu zählen unter anderem eine klare Zweckbindung, eine durchgängige Verschlüsselung sowie der Zugriff nur durch eine unabhängige, vertrauenswürdige Instanz.
Neben dem Unterschriftsbild werden dynamische Merkmale des Schreibvorgangs erfasst, etwa Tempo, Richtung, Druck und Pausen der Bewegung. Diese Werte werden verschlüsselt in das jeweilige Dokument eingebettet.
Ja. Sie kann als fortgeschrittene elektronische Signatur eingesetzt werden, wenn sie die Anforderungen der eIDAS-Verordnung erfüllt, und ist damit in den meisten geschäftlichen Zusammenhängen verbindlich.
Abweichungen sind normal und stellen die Beweisbarkeit nicht in Frage. Die Echtheit lässt sich weiterhin anhand der Gesamtheit der biometrischen Daten nachweisen.
Als Product Owner bei inSign bin ich seit vielen Jahren für unsere Signaturlösung verantwortlich. Die IT ist meine Leidenschaft und fasziniert mich schon seit meinen frühen Kindertagen. Ich kenne inSign seit seiner Entstehung und durfte seitdem viel Erfahrungen im Bereich der Signaturen sammeln, die ich gern weitergebe.
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